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  • Dies Filme hatte ich schon im anderen Forum eingestell.

    In den letzten Wochen habe ich viele Filme ( Dokus ) angesehen, die das Thema *Armut* behandeln.

    Ist Armut gleichbedeutend mit Dreck und Verwahrlosung?

    Ich habe viel über mein Leben geschrieben. Über meine Kindheit, wo und wie ich lebte. Hagiel meinte, ich solle noch etwas darüber schreiben.

    Und auch Einzelheiten.

    Nun, wie sah ich es als Kind und wie sehe ich es heute.

    Wie schon geschrieben, lebte ich bis zu meinem achten Lebensjahr in der DDR. Arm, aber irgendwie glücklich. Dorfkind, kleine Wohnung, aber

    die wenigen Dinge, die wir hatten waren sauber. Einfaches Essen, wir waren *versorgt*.

    Nach unserem *Rübermachen*: Auffanglager Marienfelde. Erinnerung, das alles sauber war und nach Desinfektionsmitteln roch. Und an Weißbrot, dick mit Butter und Marmelade bestrichen. Vor wenigen Jahren wurde diese Illusion zerstört. Von wegen Sauberkeit! Menschen schrieben im NET, wie dreckig es im Lager war. Aber als Kind sah man das eben nicht.

    Die nächste Station Lichtenrade war ein Barackenlager. In dem wir dann in der Quarantäne landeten. Angeblich ( laut meiner Mutter ) waren wir Kinder krank. Wahrheit war: Wanzen und Läuse. In den folgenden Jahren zogen wir noch durch ander Lager. Teilweise Massenunterkuft mit Gemeinschaftstoiletten, die vollgeschissen und vollgepisst waren.

    In E. hatten wir das erste Mal eine richtige Wohnung. Neubau. Für Flüchtlinge aus dem Boden gestampft. Aus der Wohnung wurden wir sehr schnell rausgeworfen ( * Mutter* hatte nie Miete bezahlt ). Wir wurden in ein ehemaliges Schlösschen gesteckt. Kaputte Scheiben und für zwei Riesenräume ein kleiner alter Küchenherd , zu dem das Heizmaterial fehlte. Plumpsklos in denen sich die Ratten tummelten.

    für die ganze Etage ( Vier Familien ) eine kleines Waschbecken im Flur. Keine Waschmaschine.

    Unten gab es eine Art Waschküche mit einen großen beheizbaren Bottich. In dem Raum waren auch Duschen, die aber nur von dem Sportverein benutzt wurden, der im Schlösschen eine Art Vereinsgastätte betrieb. Uns war die Benutzung der Duschen verboten.

    Wie schon geschrieben, hauste ich zeitweise in einer Höhle und verwahrloste so vor mich hin.Und stank dementsprechend. Kleider *besorgte* ich mir auf einer nahegelegenen Müllkippe. Ab und an unternahm ich einen Versuch die Schule zu besuchen ( auf anraten meiner Schwester)

    und musste --wie immer--vor an die Tafel. Verhöhnt und verspottet ( voran dieses Arschloch von Lehrer ) beschloss ich der Schule fernzubleiben. Bis ich dann ins Heim kam. Dort wurde ich erstmal mit Salben behandelt, weil ich wohl die Krätze hatte.

    Nach dem Heim eine Lehre, die ich abbrach usw..usw. Hatte ich schon irgendwo alles geschrieben.

    Landete wieder bei meiner Familie im Schlößchen. Dort hauste ich in einer Art Kammer. Deckenhöhe geschätzte vier Meter ( wie alle Räume im Schlösschen).

    Breite der Kammer etwa 1 Meter 50. Tiefe ( Länge ) der Kammer ?? Weiß ich nicht, weil hinter meiner Liege sich Gerümpel auftürmte, in dem die Ratten sich tummelten. Irgendwann verlegten wir dann unseren Wohnort in das Lager, das man in den Filmen oben sieht.

    Baracken, Plumpsklos...aber schaut die Filme an. In dem Lager wohnten Kriegsflüchtlinge, die man vergessen hatte. Und Asoziale, wie meine Familie. Viele Familien bemühten sich, ihre Wohnung menschlich zu gestalten. Mein * Zimmer* war immer aufgeräumt und sauber. Aber die restliche Wohnung war schlichtweg ein Drecksstall. Und auf das Klo konnte man nur mit Gummistiefeln gehen. Ich verdrückte meist das *Klogehen* bis ich morgens in der Firma Gelegenheit hatte dort die Toilette zu benutzen.

    Aber ich will nicht meckern: Im Knast hatte ich dann später eine *eigene* saubere Toilette.

    Übrigens: Habe ich mal geschrieben, das meine Familie mir alles geklaut hat, als ich im Knast war?? Ich hatte nach meiner Entlassung nur noch das, was ich am Leibe trug. Kleider, Fernseher,Bücher, Geschirr usw..usw...alles weg. Sogar mein Mottorrad haben die abgefackelt, weil sie es zu Schrott gefahren hatten.

    Aber das ist nebensächlich.....

    Hunger war das nächste Thema.

    Meine Mutter bekam damals für 7 Kinder ( später kamen noch ein paar Bälger dazu ) Kindergeld und Sozialhilfe. Andere Familien ( aus dem Bekanntenkreis) hatten gleich viel Geld und lebten normal. Wir lebten im Dreck und Elend....

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